Gefahreninfo Therapieklettern

Natürlich ist  Klettern eine Risikosportart, doch in der Kletterhalle ist das Unfallrisiko sehr gering. In der Halle besteht keine Gefahr, sich den Kopf an überhängenden Felsen zu stoßen oder durch einen Steinschlag verletzt zu werden. Jeder hat beim Klettern am Seil einen Hüftgurt (wenn notwendig auch einen Komplettgurt) und Kletterschuhe an. Die Teilnehmer klettern „Toprope“, d.h. sie werden von einem von oben kommenden Seil gesichert und können deswegen maximal die Länge der  Seildehnung (ca. 50cm) fallen. Die Kinder / Jugendlichen / Erwachsenen werden entweder vom Betreuer gesichert oder sichern sich gegenseitig unter Anleitung. Es werden Sicherungsgeräte (Tube, ATC) benutzt, die das sichere Sichern sogar mit wenig Kraft möglich machen. Die überschaubare Teilnehmerzahl (1 Trainer zu 4 Teilnehmern) ermöglicht eine gute und sichere Betreuung.

Im Boulderbereich (=Klettern in Absprunghöhe) entsteht durch ungezieltes Abspringen bzw. Landen (mangels Körperspannung) eine Verletzungsgefahr z.B. der Sprunggelenke. Kleine Schürfwunden können entstehen wenn man sich an der rauen Kletterwand stößt. Mit einer Hose, die über die Knie reicht, kann man dies weitestgehend vermeiden. Ebenso birgt das Hallengeschehen ein gewisses Gefahrenpotential durch evtl. rücksichtslose andere Kletterer oder durch eine geringe Gefahreneinschätzung seitens der Teilnehmer selbst.

Zum Vorstiegsklettern werden nur die Teilnehmer angeleitet, die sich der Gefahren eines erhöhten Sturzrisikos und einer längeren Sturzhöhe bewusst sind. Auch muss eine gewisse Körperspannung vorhanden sein, um eventuell auftretende Stürze abfangen zu können. Ist die Körperspannung nicht vorhanden (hypotone Muskulatur), besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr. Das Heranführen an diese Art der Kletterei geschieht ggf. behutsam und mit Vorsicht.